Info Bauchnabelpiercing

Als Bauchnabelpiercing wird eine Form des Piercings bezeichnet, die am Bauchnabel vorgenommen wird. Der Bauchnabel wird dabei nicht direkt durchstochen, der Piercingkanal geht stattdessen durch die Haut um ihn herum – der Schmuck kommt dadurch allerdings im Nabel zum Liegen.

Das Bauchnabelpiercing ist sicherlich eins der auffälligsten Piercings, da der typische Schmuck groß und deutlich sichtbar gestaltet ist. Am häufigsten findet man die Curved Barbell-Form, möglich sind aber auch andere Varianten. Allerdings ist ein solches Piercing nicht bei jedem Menschen problemlos möglich, denn der Bauch ist nicht immer gleich gestaltet.

Problematisch werden kann etwa eine geringe Tiefe des Bauchnabels oder ein asymmetrisch geformter Nabel. Dadurch kann entweder gar nicht gepierct werden, oder es würde zu Heilungsstörungen und Schmerzen beim Tragen kommen. Durchgeführt werden kann das Piercing nur im professionellen Studio, wo man sich zuerst beraten lassen sollte, bevor man sich entscheidet. Dort kann man erfahren, ob man die anatomischen Bedingungen für den Schmuck erfüllt.

Das Bauchnabelpiercing wird im Liegen gestochen. Das erleichtert einerseits dem Piercer die Arbeit, zum anderen beugt man damit Kreislaufproblemen vor, die gelegentlich auftreten können. Gearbeitet wird mit einem peripheren Venenkatheter, sobald die Einstichstelle und der Punkt des Austritts mit dem Stift markiert wurden. In der Regel wird die betreffende Stelle der Haut leicht betäubt, da die Schmerzen bereits erheblich sein können.

Die Heilung eines Bauchnabelpiercings gilt als besonders problematisch. Das liegt bereits daran, dass der Bauchnabel erheblichen Belastungen ausgesetzt ist, die man kaum verhindern kann. Dadurch kann es immer wieder dazu kommen, dass man sich ungesund bücken muss, wodurch der frisch gestochene Kanal wieder aufreißt und es zur Sekretbildung kommt.

Sport sollte man nach dem Piercen für mehrere Wochen vermeiden, da Verletzungsgefahr besteht. Außerdem muss die Wunde immer wieder desinfiziert werden, da Entzündungen an dieser Stelle ebenfalls problematisch werden können. Normalerweise ist der Stichkanal nach etwa 4-6 Wochen vollständig ausgeheilt und der Schmuck darf gewechselt werden, wenn er beweglich ist.

Es hat jedoch auch Fälle gegeben, in denen das Piercing erst nach etwa einem Jahr vollständig ausgeheilt war, da es zu Komplikationen kam oder der Bauchnabel belastet wurde, was sich nie vollständig vermeiden lässt.

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