Info Lippenpiercing

Gesichtsschmuck in Form von Lippenpiercings ist bereits seit langer Zeit und in vielen verschiedenen Kulturkreisen bekannt. Schon bei Azteken und Inka war das Lippenpiercing – natürlich in einer anderen Form als der heute bekannten – Teil eines bestimmten Schönheitsideals.

Vor allem in Afrika und Asien hat diese Tradition noch heute Bestand und ist unter der Bevölkerung weit verbreitet. In den westlichen Ländern hingegen kam dieser Trend erst in den 1990er Jahren auf und erfreut sich vor allem bei gesellschaftlichen Subkulturen wie Punks oder Anhängern der Techno-Szene großer Beliebtheit.
Das Lippenpiercing wird auch als Labret Piercing bezeichnet.

Dies bezieht sich allerdings nur auf Piercings der Unterlippe, da dies die am weitesten verbreitete Art des Lippenschmuckes ist. Für Piercings der Oberlippe gibt es daher andere Bezeichnungen wie beispielsweise Madonna-Piercing.

Der Gesichtsschmuck sitzt in diesem Fall seitlich oberhalb der Oberlippe und hat seinen Namen der Tatsache zu verdanken, dass Pop-Sängerin Madonna an dieser Stelle einen markanten Schönheitsfleck hat.
Das Stechen des Piercings unterscheidet sich in der Durchführung nicht von der an anderen Körperteilen. Die betreffende Stelle wird zunächst desinfiziert.

Anschließend wird die Einstichstelle punktgenau markiert, mit einer speziellen Zange festgeklemmt und schließlich durchstochen. Als Schmuck wird meist ein Ring oder der längliche Labret-Stecker gewählt. Im Anschluss an das Stechen gilt es, sich an bestimmte Hygieneempfehlungen zu halten, um ein schnelles und problemloses Abheilen der Wunde zu ermöglichen.

Es soll beispielsweise mehrere Stunden lang nicht geraucht, bis zu 24 Stunden kein Alkohol konsumiert und nach Möglichkeit für bis zu zwei Wochen auf milch- und fruchtsäurehaltige Lebensmittel verzichtet werden. Die Dauer bis zur vollständigen Abheilung ist von Fall zu Fall verschieden – mit vier bis acht Wochen sollte jedoch gerechnet werden.

Probleme treten bei einem Lippenpiercing sehr selten auf. Es kann jedoch vorkommen, dass der Schmuck in der Lippe festwächst. In diesem Fall sollte er entfernt werden, damit die Wunde abheilen kann. Auch beim Tragen einer Zahnspange ist Vorsicht geboten, damit sich die Spange nicht mit dem Schmuck verhakt. Beim Rasieren sollte das Piercing grundsätzlich entfernt werden.

Was die Anordnung der Labret-Piercings betrifft, so wird der Lippenschmuck meist zentral oder seitlich in der Unterlippe getragen. Auch Mehrfachanordnungen sind möglich. Das bekannteste Beispiel hierfür dürften die sogenannten Snakebites sein. Hier wird je ein Piercing an beiden Seiten der Unterlippe getragen.

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