Info Piercing Schmuck

Die ersten Piercingschmuckstücke die vor Tausenden Jahren verwandt wurden bestanden aus natürlichen Materialien.

Schon damals wurden Knochen, Holz, Quarz oder auch Bernstein verwendet, wie der älteste gefundene Schmuckstecker beweist. Aus ägyptischen Gräbern konnten gläserne Schmuckstücke geborgen werden. Außerdem wurden Ton, Horn oder Perlmutt, sowie einfach Metalle als Piercingschmuck genutzt.

Auch heute werden noch natürlich Materialien verwendet, die allerdings nicht benutzt werden sollten, bevor der Piercingkanal vollständig abgeheilt ist. Material wie Holz oder Knochen können sehr glatt geschliffen werden und ermöglicht der Haut im Stichkanal das Atmen, wodurch Geruchsbildung und Talgablagerungen reduziert werden.

Piercingschmuck aus Knochen, Horn oder Elfenbein ist allerdings aus ethischer Sicht eher umstritten.
Zum Ersteinsatz eignen sich Materialien wie Titan, Teflon oder Palladium. Titan ist das gängigste Material für Piercingschmuck innerhalb der EU.

In den USA wird vorwiegend Edelstahl/Chirurgenstahl verwendet, welches in der EU laut Verbot von 1994-2004 nicht in neue Piercings eingesetzt werden durfte. Verboten wurde der Edelstahlschmuck wegen des hohen Nickelanteils. Allerdings konnte 2004 nachgewiesen werden, dass das Nickel fest eingeschlossen ist und somit unter den vorgeschriebenen Grenzwerten liegt.

Als Erstpiercing ist auch Schmuck aus 750er Gold oder speziellen Kunststoffen geeignet. Wenn der Piercingkanal vollständig verheilt ist, kann auch Schmuck aus anderen Kunststoffen, Acryl, Plexiglas oder Silber verwendet werden, wobei letzteres oft Nickelallergien auslösen kann. Außerdem gibt es Schmuck aus Kunststoffen, die in UV- und Schwarzlicht leuchten. Größere Stecker, aus verschiedenen Materialien und in diversen Formen, nennt man Plugs. Diese Plugs können aus Glas, Bernstein, Kunststoff und vielen anderen Stoffen bestehen.

Beachtet werden sollte, dass der Schmuck vor allem glatt ist, da raue Oberflächen die Keimbildung fördern können.
Zu den gängigsten Formen für Piercingschmuck, zählen Ball Closures und Barbells. Diese werden am häufigsten für den Ersteinsatz verwendet.

Der Ball Closure ist ein Ring, der mit einer Kugel verschlossen wird und wird meist bei Ohr- oder Brustwarzenpiercings genutzt. In gerader Form wird der Barbell in die Zunge eingesetzt. In gebogener Form dient es als Schmuck für die Augenbraue oder den Bauchnabel.

Für Wangen- und Lippenpiercing gibt es spezielle Labret-Stecker. Auf Barbells und Labret-Stecker können Schmucksteine, Spikes oder andere Formen, anstatt der üblichen Kugel, aufgeschraubt werden. Spezielle Schmuckstücke dienen für gedehnte Piercings oder Intimpiercings, die die Harnröhre betreffen.

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