Piercing Wissenswertes

Schon vor etwa 7000 Jahren wurden verschiedene Haut- und Körperstellen gezielt durchstochen. Je nach Kultur wurde das Piercen (engl.: Durchstechen), als Tradition oder zur Abgrenzung von anderen Volksstämmen, zelebriert.

Damals wurden einfache Metalle, Holz, Quarz oder auch Knochen verwendet, um den Piercingschmuck herzustellen.
In Ägypten beispielsweise, konnten circa 1550 v. Chr. erste Ohrlöcher nachgewiesen werden. In Äthiopien zählten gedehnte Piercings in Lippen und Ohren zum Schönheitsideal.

Dort trugen Frauen sogenannte Tellerlippen, deren Größe über ihr Ansehen entschied. Heute dienen diese Tellerlippen nur noch zur Touristenattraktion. Bei hinduistischen Ritualen wurden schon Kindern Ohrlöcher gestochen, da diese dem Glauben nach vor Krankheiten schützen. Diverse Oberflächenpiercings zählen zu den neuen Piercingarten und wurden erst in den späten 90er Jahren populär.

Eine der bekanntesten Piercingarten ist das Ohrpiercing. Dazu zählt neben dem einfachen Ohrloch, auch das Piercen durch den Knorpel der Ohrkante „Helix“. Das Durchstechen der Ohrmuschel und den Knorpelauswölbungen ist keine Seltenheit und bietet die verschiedensten Möglichkeiten.

Das Augenbrauenpiercing und das Labret Piercing zählen zu den neueren Piercingarten. Weitere Gesichtspiercings sind etwa das Madonna-Piercing, das seitlich über der Oberlippe sitzt und an das aufgemalte Muttermal von Madonna oder Marilyn Monroe erinnert. Neben dem populären Zungenpiercing, werden auch häufig das Lippen- und das Zungenbändchen durchstochen.

Nasen- und Bauchnabelpiercings zählen ebenfalls zu den bekanntesten Arten und wurden überwiegend von Frauen getragen. Doch auch Brustwarzen- und Intimpiercings erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, da heutzutage offener mit Nacktheit umgegangen wird, als noch vor 50 Jahren.

Oberflächenpiercings und gedehnte Piercings zählen zu Variationen des bekannten Piercens. Bei Oberflächenpiercings liegen Einstich- und Austrittskanal auf einer Ebene, wie etwa beim Piercen im Genick. Desweiteren zählen auch Transplantationen von Metallplatten dazu.

Diese schließen meist mit einem Gewinde ab, in das man verschiedene Aufsätze schrauben kann. Bei gedehnten Piercings wird der Kanal normal gestochen und mit einem konischen Dehnungsstift vorsichtig über mehrere Wochen und Monate geweitet.

Zu den weniger bekannten Arten des Piercens zählen die sogenannten Play-Piercings, die im vorwiegend im BDSM-Bereich angewandt werden. Dabei werden vorübergehend Akupunkturnadeln oder Kanülen in den Körper gestochen. Gelegentlich werden daran auch dünne Ketten oder Fäden befestigt, um eine Zwangshaltung zu erreichen.

Aber eines ist bei nahezu allen Piercingarten gleich:

In den meisten Fällen sind keine Grenzen bei der Wahl der Stelle und der Anordnung mehrerer Piercings gesetzt.

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